Die mentale Stärke spielt im Tennissport eine besonders grosse Rolle.
Wie gelingt es dem Spieler mit Eigenfehlern umzugehen, sich nicht in konzentrations- und kraftraubenden Wutausbrüchen zu verlieren, positiv zu denken, an dich selbst zu glauben und ohne Selbstzweifel bis zum letzten Punkt zu kämpfen?
Wie kann er Nervosität und Unsicherheit unter Kontrolle bringen?
Es gibt einige Techniken, um dem psychischen Druck effektiv zu begegnen:
Dazu gehören bestimmte Rituale und Gewohnheiten, die dem Spieler auf dem Platz Sicherheit und Halt geben. (z.B. mehrmaliges Prellen des Balls vor dem Aufschlag, Saitenrichten, usw.)
Eine gute Atemtechnik und positive Selbstgespräche sind anerkannte Hilfen, um sich zu beruhigen und leistungsmindernde Emotionen zu regulieren.
Eine aufrechte, zuversichtliche Körperhaltung signalisieren dem Gegner Selbstvertrauen und Stärke.
Die effektivste mentale Trainingstechnik ist sicherlich das Visualisieren.
Es bedeutet das intensive, bildliche Vorstellen von bestimmten Spielsituationen, Schlagtechniken oder Wettkampfszenen. Verbunden mit allen zur Verfügung stehenden Sinneswahrnehmungen.
Wie ein Film, den man vor dem inneren Auge ablaufen lässt, ein Film, in dem einem einfach alles gelingt, in dem man als Sieger vom Platz geht, keine negativen Gedanken und Selbstzweifel kennt.
Ziel ist es, erfolgreiche Lösungen von Spielsituationen einzustudieren, sich voll und ganz auf den momentan zu spielenden Punkt zu konzentrieren.
Im Zustand der Entspannung lässt sich das menschliche Gehirn sehr viel leichter beeinflussen und programmieren.
Visualisieren in Kombination mit dem Autogenen Training stellt daher ein optimales mentales Trainingsprogramm dar.
Dabei sind der positiven Vorstellungskraft keine Grenzen gesetzt.
Wichtig ist, dass der Spieler sich genügend Zeit für das mentale Training nimmt und seinen Sellenwert nicht unterschätzt. Nur in Verbindung mit der mentalen Stärke lassen sich die sportlichen Leistungen im Tennis optimieren.